Wo sollten Brandschutzklappen in einem Gebäude installiert werden?

Brandschutzklappen sollten dort installiert werden, wo Lüftungskanäle oder Lufttransportsysteme feuerwiderstandsfähige Wände, Decken oder Trennwände durchqueren. Ihre Aufgabe besteht darin, die Brandabschnittsbildung des Gebäudes aufrechtzuerhalten. Wenn ein Brand auftritt und die Klappe schließt, hilft sie zu verhindern, dass sich Flammen, heiße Gase und Rauch durch die Öffnung ausbreiten, die durch den Kanal oder das Rohr entsteht.

In der Praxis bedeutet dies, dass jede Durchdringung eines Brandabschnitts durch einen Kanal oder ein Transportsystem entweder feuerwiderstandsfähig abgeschottet oder mit einer korrekt ausgewählten und installierten Brandschutzklappe geschützt werden muss.

Brandschutzklappen und Brandabschnitte

Die meisten modernen Bauvorschriften basieren auf dem Konzept der Brandabschnitte. Ein Brandabschnitt ist ein Teil eines Gebäudes, der so ausgelegt ist, dass ein Brand für eine bestimmte Zeit begrenzt wird. Wände, Decken, Böden und Türen, die die Grenze eines Brandabschnitts bilden, haben einen definierten Feuerwiderstand, zum Beispiel EI 60 oder EI 90.

Immer wenn ein Kanal oder eine Transportleitung diese Grenze durchquert, entsteht eine potenzielle Schwachstelle. Wenn diese Durchdringung nicht richtig geschützt ist, können Feuer und Rauch die Brandabschnittsbildung umgehen und sich schnell ausbreiten. Die Brandschutzklappe wird in oder in der Nähe dieser Durchdringung installiert und ist so ausgelegt, dass sie schließt, wenn ein Brand erkannt wird, sodass der gesamte Feuerwiderstand der Bauteilgrenze erhalten bleibt.

Typische Einbauorte für Brandschutzklappen

Typische Einbauorte für Brandschutzklappen in Gebäuden sind zum Beispiel:

  • dort, wo Lüftungs- oder Klimakanäle durch feuerwiderstandsfähige Wände zwischen Brandabschnitten geführt werden
  • dort, wo Kanäle durch feuerwiderstandsfähige Decken zwischen Geschossen geführt werden
  • dort, wo Prozessluft- oder Abluftkanäle von Industrieanlagen feuerwiderstandsfähige Trennwände durchdringen
  • in Schächten und Steigleitungen, in denen Kanäle vertikal durch mehrere Brandabschnitte geführt werden
  • an der Schnittstelle zwischen Brandabschnitten und Technikräumen, Anlagenräumen oder Filtereinheiten

In jedem Fall muss der Planer die Brandschutzstrategie des Gebäudes, den erforderlichen Feuerwiderstand der Bauteile und die spezifischen Bedingungen des Kanals oder Transportsystems berücksichtigen.

Wer entscheidet, wo eine Brandschutzklappe erforderlich ist?

Die endgültige Verantwortung dafür, wo Brandschutzklappen erforderlich sind, liegt normalerweise beim Brandschutzplaner und beim Gebäudeeigentümer, im Rahmen der geltenden Bauvorschriften. Der Planer wird:

  • die Brandschutzstrategie und Brandabschnittsbildung des Gebäudes analysieren
  • Kanal- und Transportdurchführungen durch feuerwiderstandsfähige Bauteile identifizieren
  • festlegen, wo eine Brandschutzklappe erforderlich ist oder wo alternative Schutzmaßnahmen zulässig sind
  • den Feuerwiderstand, den Typ und die Einbaubedingungen für jede Klappe festlegen

Installateure müssen anschließend der Planung und der Produktdokumentation folgen. Jede Abweichung von den dokumentierten Einbaubedingungen sollte mit dem Planer und dem Lieferanten abgestimmt werden.

Spezielle Systeme wie pneumatische Förderung

In Industrieanlagen gibt es häufig zusätzliche Systeme, bei denen Material oder Luft unter Überdruck oder Unterdruck zwischen Brandabschnitten transportiert wird, zum Beispiel pneumatische Förderleitungen, Staubabsaugungen oder Prozessluftsysteme. Diese Systeme können ebenfalls Wege für die Ausbreitung von Feuer und Rauch schaffen, wenn sie durch feuerwiderstandsfähige Wände oder Decken geführt werden.

In solchen Fällen ist eine standardmäßige HVAC-Brandschutzklappe möglicherweise nicht geeignet. Die Klappe muss für das Medium (Luft, Staub, Pulver), den Druckbereich und mögliche Explosionsrisiken ausgewählt werden und weiterhin den Feuerwiderstand und die Einbaubedingungen erfüllen, die durch Bauvorschriften und die Projektplanung gefordert sind.

Wie FireSep Brandschutzklappen in typische Einbausituationen passen

FireSep Brandschutzklappen sind für die Installation dort vorgesehen, wo Luft oder pneumatischer Materialtransport feuerwiderstandsfähige Bauteile durchquert, zum Beispiel in Lüftungskanälen, Prozessluftsystemen oder Druckluft-Förderleitungen. Die Klappen sind gemäß CPR 305/2011/EU CE-gekennzeichnet und werden in Übereinstimmung mit EN 15650 hergestellt. Der Feuerwiderstand ist durch Prüfungen gemäß EN 1366-2 und die Klassifizierung nach EN 13501-3 dokumentiert, basierend auf Tests, die vom DBI durchgeführt wurden.

Für jeden Klappentyp und jede Konfiguration stellt FireSep eine Produktdokumentation bereit, die die zulässigen Einbausituationen beschreibt, zum Beispiel Wand- und Deckentypen, zulässige Einbaulagen, Details zu Einbaurahmen und Befestigung sowie erforderliche Randabstände. Diese Dokumentation hilft Planern und Installateuren sicherzustellen, dass die installierte Klappe innerhalb des Umfangs der dokumentierten Prüf- und Einbaubedingungen verwendet wird und dass sie in Brandschutzlösungen einbezogen werden kann.